Foto: drk-blutspende.de

Blutspende vs. Corona

Das Wichtigste vorweg: Jede Blutspende zählt und wird dringend benötigt; Blutspenden sind auch in dieser Zeit alternativlos. Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden. Auch in Zeiten des Coronavirus (SARS-​CoV-2), benötigen wir Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können! Auch wenn in der weiteren dynamischen Entwicklung um den Coronavirus in den Kliniken geplante Operationen verschoben werden sollten, werden Blutpräparate zur Versorgung der Patienten in akuten Notsituationen und chronisch Kranker weiterhin benötigt.

Warum ist Ihre Blutspende auch jetzt so wichtig?

Unsere Grundaufgabe, die Versorgung der Patienten in Nordrhein-​Westfalen, Rheinland-​Pfalz und dem Saarland muss weiterhin sichergestellt werden.
Für unser Versorgungsgebiet beträgt der tägliche Bedarf rund 3.500 Blutspenden!
Viele Erkrankte erhalten ihr Leben lang Präparate, die aus Spenderblut gewonnen werden. Mittelfristig sind insbesondere Menschen mit Tumorerkrankungen, die sich in einer Chemo-​ oder Strahlentherapie befinden, auf die kontinuierliche Gabe von Blutpräparaten angewiesen, um die Nebenwirkungen dieser Therapien zu überstehen. Rund ein Fünftel aller benötigten Blutpräparate wird für Krebspatienten benötigt.

Sollte über einen Zeitraum von mehr als einer Woche das Blutspendeaufkommen einbrechen, so wäre die Patientenversorgung innerhalb kurzer Zeit nicht mehr abzusichern. Der Grund ist die kurze Haltbarkeit einiger Blutpräparate. Aus einer Blutspende werden drei verschiedene Typen von Blutpräparaten gewonnen. Ein Erythrozytenkonzentrat, das die roten Blutkörperchen enthält (umgangssprachlich Blutkonserve), ist maximal 42 Tage lang haltbar. Die Thrombozyten (Blutplättchen) sind jedoch nur vier bis fünf Tage lang einsetzbar. Nur Blutplasma ist länger lagerfähig, jedoch kann es auch hier schnell zu Engpässen kommen. Denkbare Folgen wären die Verschiebung geplanter Operationen für einen längeren Zeitraum, sowie eine Gefährdung insbesondere von Krebspatienten während einer Chemotherapie.

Sicherheit fängt grundsätzlich mit Informationen an – wer weiß, was zu beachten ist, wird für sich und andere Menschen nicht zu einem Risikofaktor. Deshalb informiert der DRK-Blutspendedienst West engmaschig über alle zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle. Wir wenden uns an die Öffentlichkeit, an Blutspender, Mitarbeiter und an das Ehrenamt.

Um dem Informationsbedürfnis Aller gerecht zu werden, finden alle Interessierten auf einer Sonderseite zu Sars-CoV-2 ein ausführliches FAQ und Tipps zum Hygieneschutz (siehe Link)

Der DRK-Blutspendedienst West beobachtet die Lage rund um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (Sars-​CoV-2) sehr aufmerksam – hierzu hat der Blutspendedienst ein Krisenteam zusammengestellt, das täglich die Lage bespricht und sofort Maßnahmen ergreift, um Blutspende für Blutspender, das Ehrenamt und die Mitarbeiter auch in dieser Zeit so sicher wie nur eben möglich zu halten. Hierzu stehen alle Blutspendedienste auch in engem Austausch mit den verantwortlichen Bundes- und Landesbehörden. Oberstes Ziel ist es, der Fürsorgepflicht für alle Beteiligten gerecht zu werden! Durch die getroffenen Maßnahmen kann es zu längeren Wartezeiten kommen.
Bitte halten Sie auch auf einem Blutspendetermin Abstand zueinander, es ist das Gebot der Stunde.

Alle getroffenen Maßnahmen entfalten nur dann die beste Wirkung, wenn Sie uns dabei helfen, sie einzuhalten! Halten Sie Abstand zueinander und beachten Sie bitte die Hinweise unserer Mitarbeiter sowie des Ehrenamtes. Wenn wir uns dann noch ein Lächeln schenken, meistern wir auch diese ungewöhnliche Situation gemeinsam.

Wir möchten uns auch an dieser Stelle für die Geduld und das Verständnis der Blutspenderinnen und Blutspender bedanken. Auch unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchten wir DANKE sagen! Sie alle geben weiterhin ihr Bestes und das unter wahrlich erschwerten Bedingungen – es ist beeindruckend zu sehen, wie wir zusammenstehen!

Wie kann ich persönlich vorbeugen und mich schützen?
Grundsätzlich gilt: Der beste Schutz liegt bei Ihnen selbst.

  • Achten Sie auf eine gute Handhygiene: Waschen Sie gründlich und auch häufig Ihre Hände (Handgelenke, Fingerzwischenräume und das Nagelbett)

  • Befolgen Sie die "Nies- und Hustenetikette": Verwenden Sie Einmaltaschentücher, niesen Sie in die Armbeuge, und drehen Sie sich von anderen Menschen weg.

  • Fassen Sie sich mit den Händen nicht ins Gesicht.

  • Denken Sie auch einmal daran, Ihr Handy zu reinigen, auch auf dieser Oberfläche wimmelt es oftmals von Keimen.

  • Halten Sie etwas mehr Abstand zu anderen Menschen

Wo und wie informiere ich mich am besten über den Coronavirus SARS-​CoV-2
Da sich leider die Fälle häufen, in denen in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder auch über WhatsApp gezielt Falschmeldungen in die Welt gesetzt werden, möchten auch wir als DRK-​Blutspendedienst an Sie appellieren: Achten Sie darauf, welche Informationsquellen Sie nutzen. Vertrauen Sie auf öffentlich zugängliche Quellen. Inhalte, die sich auf „Hören-​Sagen“ beziehen oder die als eine Form von Kettenbrief schon vielfach geteilt wurden, sind nicht vertrauenswürdig! Seien Sie ruhig misstrauisch und recherchieren Sie, ob solche Meldungen tatsächlich stimmen können. Neben dem vielfältigen Medienangebot (öffentlich-​rechtliche und private Anbieter) sind immer die Inverkehrbringer von Informationen gute Ratgeber. Dies können in Zeiten des Coronavirus z. B. Das Robert-​Koch-Institut, das Bundesministerium für Gesundheit aber natürlich auch lokale Quellen, wie die Homepage Ihrer Stadt oder Gemeinde sein.

Die Informationen dieser Seite wurden vom Blutspendedienst-West übernommen. Originalseite: https://www.blutspendedienst-west.de/magazin/gesundheit/ruhig-blut-blutspenden-zeiten-des-coronavirus-sars-cov-2

drk uk neu11
 

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